Dienstag, 12. August 2008

Gefunden am 12. August 2008: Handzettel mit faschistischem Inhalt in Schwerin


Unbekannte haben im Schweriner Stadtteil Weststadt (Johannes Brahms Straße) Handzettel mit faschistischem Inhalt in private Hausbriefkästen eingeworfen. Auf dem Handzettel (10cm x 5,5 cm) sind ein Hakenkreuz sowie die Parole: „Wir sind wieder da! NSDAP" aufgedruckt. Als Herausgeber dieses Handzettels gibt sich ein Versandhandel aus den USA zu erkennen, dessen Besitzer den hiesigen Ermittlungsbehörden bereits bekannt ist.

Eine Frau hatte am Dienstagvormittag einen derartigen Zettel im Briefkasten gefunden und die Polizei informiert. Umgehend hat der Staatsschutz der Kriminalpolizeiinspektion Schwerin die Ermittlungen übernommen und ein Verfahren wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen eingeleitet. Parallel dazu hat die Polizei im betroffenen Stadtteil Anwohner befragt, um Hinweise auf den oder die noch unbekannten Verteiler der Handzettel zu erlangen. Dabei hat die Polizei 5 weitere dieser Zettel sicherstellen können. Die Polizei geht davon aus, dass noch weitere derartige Flyer verteilt bzw. in Umlauf gebracht worden sind. Betroffene mögen sich bitte umgehend mit dem Staatschutz der Kriminalpolizeiinspektion Schwerin (Tel. 0385/ 20700) oder der nächsten Polizeidienststelle in Verbindung setzen. Allerdings bitten die Ermittler darum, dass die Handzettel nicht angefasst und entsprechend so behandelt werden, dass die Polizei mögliche Fingerabdrücke oder andere Spuren als Beweismittel sichern kann. Darüber hinaus bittet die Polizei um Hinweise zu den noch unbekannten Personen, die diese Zettel offenbar zwischen Montagabend und Dienstagfrüh in die Hausbriefkästen einwarfen.

[Bei diesem Text handelt es sich um den zitierten Originaltext der Landespolizei Mecklenburg-Vorpommern, Polizeidirektion Schwerin.]

Quelle:
Polizei.MVnet.de - Polizeidirektion Schwerin:
"Handzettel mit faschistischem Inhalt als Hauswurfsendung in Schwerin verteilt"
http://www.polizei.mvnet.de/index.php?option=com_content&task=view&id=5362&Itemid=383
[Meldung vom: 12. August 2008, keine Uhrzeit-Angabe - Zugriff am: 12. August 2008, 20:35 Uhr]

11./12. August 2008: Zwei Ghanaer rassistisch beleidigt und mit Waffe bedroht


In der Nacht vom 11. auf den 12. August sind zwei 17- und 20-jährige Ghanaer von zwei 26 und 38 Jahre alten Männern in Berlin-Neukölln (Sonnenallee) rassistisch beleidigt und mit einer Schreckschusspistole bedroht worden, nachdem sie die beiden Nachbarn gebeten hatten, die zu laute Musik leiser zu stellen. Das Spezialeinsatzkommando der alarmierten Polizei fand in der Wohnung des festgenommenen 38-Jährigen außer der Pistole eine Reichskriegsflagge und Aufkleber der NPD. Der 26-Jährige wurde wegen einer nicht bezahlten Geldstrafe wegen Diebstahls per Haftbefehl gesucht. Der Polizeiliche Staatsschutz hat die weiteren Ermittlungen übernommen.

Quellen:
Morgenpost.de - Berliner Morgenpost:
"Mann versteckt Flüchtigen und bedroht Nachbarn"
http://www.morgenpost.de/berlin/article832121/Mann_versteckt_Fluechtigen_und_bedroht_Nachbarn.html
[Meldung vom: 12. August 2008, 08:01 Uhr - Zugriff am: 12. August 2008, 20:34 Uhr]

Tagesspiegel.de:
"Festnahme nach Bedrohung und fremdenfeindlicher Beleidigung"
http://www.tagesspiegel.de/berlin/Polizei-Justiz-Ruhestoerung-Neukoelln-Rassismus;art126,2591550
[Meldung vom: 12. August 2008, 16:19 Uhr - Zugriff am: 12. August 2008, 20:37 Uhr]

9./10. August 2008: Rechtsextremist verletzt Jugendlichen schwer


Ein 19-jähriger Rechtsextremist hat in der Nacht vom 9. auf den 10. August in Templin (Uckermark, Brandenburg) einen Jugendlichen im Alter vom 16 Jahren mit Tritten gegen den Kopf schwer verletzt.

Quelle:
FR-Online.de - Frankfurter Rundschau:
"Schon wieder Templin. Rechtsextremer verletzt Jugendlichen schwer"
http://www.fr-online.de/in_und_ausland/politik/aktuell/1470479_Schon-wieder-Templin.html
[Meldung vom: 12. August 2008, 17:44 Uhr - Zugriff am: 12. August 2008, 20:32 Uhr]

9. August 2008: "Sieg-Heil"-Rufe in Nuthetal


Drei Männer im Alter von 19, 20 und 25 Jahren haben am 9. August im Bahnhof Bergholz-Rehbrücke (Nuthetal, Brandenburg) mehrmals "Sieg Heil" und rassistische Parolen gerufen. Angehörige der Bundespolizei hatten die Tat beobachtet. Die Staatsanwaltschaft Potsdam setzte die drei Tatverdächtigen nach der kriminalpolizeilichen Vernehmung auf freien Fuß. Die Ermittlungen werden fortgeführt.

Quelle:
Archiv.Tagesspiegel.de - PNN online - Potsdamer Neueste Nachrichten:
"Kripo ermittelt nach 'Sieg Heil'-Rufen"
http://archiv.tagesspiegel.de/archiv/12.08.2008/4218493.pnn#art
[Meldung vom: 12. August 2008, keine Uhrzeit-Angabe - Zugriff am: 12. August 2008, 20:07 Uhr]

Mittwoch, 6. August 2008

4./5. August 2008: Schule mit Hakenkreuzen beschmiert


Unbekannte Täter haben in der Nacht vom 4. auf den 5. August eine Schule in Frankenberg (Sachsen) mit verfassungswidrigen Symbolen bzw. Parolen (zehn Hakenkreuze, einen SS-Rune, zwei Schriftzüge) beschmiert. Der Polizeiliche Staatsschutz hat Ermittlungen aufgenommen.

Quelle:
taz.de:
"Rechte Schmierereien"
http://www.taz.de/1/archiv/digitaz/artikel/?ressort=in&dig=2008%2F08%2F06%2Fa0053&cHash=f6322bf8b7&type=98
[Meldung vom: 6. August 2008, keine Uhrzeit-Angabe - Zugriff am: 6. August 2008, 20:09 Uhr]

Dienstag, 5. August 2008

4./5. August 2008: Hakenkreuz-Schmierereien in Frankenberg


Unbekannte Täter haben in der Nacht vom 4. auf den 5. August eine Schule in Frankenberg (Landkreis Mittelsachsen, nähe Chemnitz) mit verfassungswidrigen Symbolen (u. a. Hakenkreuze, SS-Rune) besprüht. Ein Zusammenhang mit dem Prozess gegen Mitglieder der verbotenen Neonazi-Vereinigung "Sturm 34" sei laut Polizei nicht auszuschließen.

Quelle:
SZ-Online.de - Sächsische Zeitung:
"Zehn Hakenkreuze an Schule und Turnhalle in Frankenberg gesprüht"
http://www.sz-online.de/nachrichten/artikel.asp?id=1901625
[Meldung vom: 5. August 2008, keine Uhrzeit-Angabe - Zugriff am: 5. August 2008, 20:19 Uhr]

2. /3. August 2008: Hakenkreuze in Kevelaer und Goch


Unbekannte Täter haben am 2. August in Kevelaer Wände und Schilder u. a. mit einem Hakenkreuz beschmiert. In der Nacht vom 2. auf den 3. August schmierten Unbekannte mit einem Filzstift zwei Hakenkreuze auf die Betonmauer des neuen Rathauses in Goch. In Kevelaer ist es in den letzten Monaten zu mehreren Vorfällen mit rechtem Hintergrund gekommen.

Quelle:
RP-Online.de - Rheinische Post:
"Schon wieder Hakenkreuze"
http://www.rp-online.de/public/article/kevelaer/597930/Schon-wieder-Hakenkreuze.html
[Meldung vom: 5. August 2008, keine Uhrzeit-Angabe - Zugriff am: 5. August 2008, 20:01 Uhr]

Sonntag, 3. August 2008

1./2. August 2008: Hakenkreuze in Zschopau


Unbekannte Täter haben vermutlich in der Nacht vom 1. auf den 2. August in Zschopau (Sachsen) Schaufensterscheiben und andere Objekte mit mehreren verfassungswidrigen Symbolen und Schriftzeichen (u. a. Hakenkreuzen) in weißer Farbe beschmiert.

Quelle:
Sachsen-Fernsehen.de:
"Verfassungswidrige Sprühereien in Zschopau"
http://www.sachsen-fernsehen.de/default.aspx?ID=3736&showNews=258757
[Meldung vom: 3. August 2008, 14:41 Uhr - Zugriff am: 3. August 2008, 20:17 Uhr]

Donnerstag, 31. Juli 2008

30. Juli 2008: Türkin rassistisch beleidigt und verletzt


Zwei Frauen im Alter von 26 und 35 Jahren haben ein 14-jähriges türkisches Mädchen in Berlin-Marzahn rassistisch beleidigt, geschlagen und getreten. Sie rissen ihr außerdem mehrere Haare aus. Die von Passanten alarmierte Polizei nahm die beiden Frauen fest. Sie wurden erkennungsdienstlich erfasst und anschließend wieder frei gelassen. Der Polizeiliche Staatsschutz hat Ermittlungen wegen gefährlicher Körperverletzung, Beleidigung und Bedrohung eingeleitet.

Quelle:
Focus.de:
"Frauen reißen 14-Jähriger Türkin Haare aus"
http://www.focus.de/panorama/diverses/fremdenhass-frauen-reissen-14-jaehriger-tuerkin-haare-aus_aid_321455.html
[Meldung vom: 31. Juli 2008, 10:52 Uhr - Zugriff am: 31. Juli 2008, 20:15 Uhr]

Montag, 28. Juli 2008

22./25. Juli 2008: Jüdischer Friedhof im Cottbus geschändet


Unbekannte Täter haben vermutlich in dem Zeitraum vom 22. bis zum 25. Juli 13 Grabsteine auf dem Jüdischen Friedhof in Cottbus umgestürzt. Der jüdische Friedhof ist Teil des Südfriedhofes Cottbus.

Quelle:
Lausitz.20-cent.de:
"Vandalen kippen Grabsteine auf Jüdischem Friedhof um"
http://lausitz.20-cent.de/aktuell/Lausitz-Cottbus-Juedischer-Friedhof-Friedhof-Grabstein-Vandalen;art13076,1683616
[Meldung vom: 28. Juli 2008, 16:23 Uhr - Zugriff am: 28. Juli 2008, 20:11 Uhr]

Sonntag, 27. Juli 2008

26. Juli 2008: Rechtsextremisten schlagen Frau mit mongolischem Migrationshintergrund


Nach der Beisetzung des letzten Vorsitzenden der 1995 verbotenen Freiheitlichen Deutschen Arbeiterpartei, Friedhelm Busse, in Passau, haben zwei Rechtsextremisten eine Frau mit mongolischem Migrationshintergrund in der Innenstadt mit rassistischen Sprüchen beleidigt und ihr ins Gesicht geschlagen. Die mutmaßlichen Täter konnten festgenommen werden.

Quelle:
MVregio.de:
"Nach Rechtsextremisten-Beisetzung Angriffe und Krawall von Neonazis"
http://www.mvregio.de/147285.html
[Meldung vom: 27. Juli 2008, 16:22 Uhr - Zugriff am: 27. Juli 2008, 20:13 Uhr]

Freitag, 25. Juli 2008

23./24. Juli 2008: Hakenkreuz-Schmierereien in Perleberg


Vermutlich in der Nacht vom 23. auf den 24. Juli haben unbekannte Täter im Bahnhof Perleberg (Landkreis Prignitz) mehrere Gebäude mit Hakenkreuz-Schmierereien versehen. Die Kriminalpolizei ermittelt wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen.

Quelle:
Maerkischeallgemeine.de:
"Hakenkreuze wieder entfernt"
http://www.maerkischeallgemeine.de/cms/beitrag/11264698/61469/Hakenkreuze_wieder_entfernt_Schmierereien_rings_um_den_Bahnhof.html?print=J
[Meldung vom: 25. Juli 2008, keine Uhrzeit-Angabe - Zugriff am: 25. Juli 2008, 20:17 Uhr]

Mittwoch, 23. Juli 2008

22./23. Juli 2008: Hakenkreuz-Schmierereien in Dieburg


POL-DA: Unbekannte verschandeln mit Naziparolen Gebäude

Dieburg (ots) - Unbekannte haben in der Nacht zum Mittwoch in Dieburg mit Nazi-Schmierereien die Wände von Häusern verschandelt. Sie sprühten mit schwarzer Farbe Parolen wie "Sieg Heil" und "Hakenkreuze". Betroffen ist auch die Landrat-Gruber-Schule. Bis dato liegen der Polizei ein knappes Dutzend Strafanzeigen vor. Der Schaden geht in die zig-tausende, kann derzeit aber noch nicht konkret beziffert werden. Nach den bisherigen Ermittlungen waren die Täter zunächst in ein Autohaus in der Groß-Umstädter-Straße eingebrochen und hatten von dort eine schwarze Sprühdose gestohlen, die sie anschließend einsetzten. Die weiteren Tatorte: Alte Mainzer Landstraße, Am Rinkenbühl, Straße "Auf der Leer" und Altstadt. Bisher gibt es keine Anhaltspunkte, die auf einen Täter oder eine Tätergruppe deuten. Die Polizei ermittelt wegen Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen und Sachbeschädigung.

[Bei diesem Text handelt es sich um den zitierten Originaltext des Polizeipräsidiums Südhessen in Darmstadt.]

Quelle:
Presseportal.de - Polizeipräsidium Südhessen:
"POL-DA: Unbekannte verschandeln mit Naziparolen Gebäude"
http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/4969/1233873/polizeipraesidium_suedhessen
[Meldung vom: 23. Juli 2008, 15:52 Uhr - Zugriff am: 23. Juli 2008, 20:42 Uhr]

Dienstag, 22. Juli 2008

21./22. Juli 2008: Rechtsextreme schlagen Jugendlichen in Ückeritz auf Usedom


Die Kriminalpolizei ermittelt seit Dienstagmorgen gleich in zwei Fällen der Körperverletzung, zu denen es in der letzten Nacht auf dem Zeltplatz Ückeritz gekommen ist.

Zuvor (00:15 Uhr) war die Polizei von einem in Berlin wohnhaften 18-jährigen jungen Mann darüber informiert worden, dass er aus einer Gruppe von über 10 Personen von einem Jugendlichen geschlagen und im Gesicht verletzt worden sei. Im Zuge der Ermittlungen konnten noch auf dem Zeltplatz vier in Pasewalk wohnhafte 18 bis 22-jährige Jugendliche als Tatverdächtige ermittelt und vorläufig festgenommen werden. Das Opfer hatte sich zuvor mit seinen vier gleichaltrigen Freunden zu den anderen Jugendlichen begeben und sie auf ihre rechten Parolen und Gesänge (u. a. „Buchenwald, da machen wir die Juden kalt“) couragiert angesprochen.

Die vorläufig Festgenommen (festgestellte Atemalkoholwerte zwischen 1,23 und 1,55 Promille) stehen zudem im Verdacht, an einer weiteren Körperverletzung beteiligt gewesen zu sein. Ein ebenfalls in Berlin wohnhafter 18-jähriger Jugendlicher befand sich in der Nacht mit zwei Freunden auf dem Weg vom Strand zum Zeltplatz, als sie dort aus einer Gruppe anfangs von ca. 15 Jugendlichen angepöbelt wurden. Später wurde der Geschädigte von fünf Jugendlichen umringt und mit Fäusten geschlagen, wodurch auch er im Gesicht verletzt wurde. Das Opfer war zuvor der Aufforderung, die Musik die er von seinem Handy abspielte zu löschen, nicht nachgekommen.

In einem weiteren Fall wurden Camper an einem Zelt aufgesucht, wo sich an den im Vorzelt stehenden Getränken bedient wurde. Nach Abschluss der Vernehmungen wurden die Tatverdächtigen gegen 10:30 Uhr aus der Dienststelle entlassen. Auf dem Zeltplatz heißt es jetzt Koffer packen, da des Platzes verwiesen. Gegen sie wird weiter wegen gefährlicher Körperverletzung ermittelt.

[Bei diesem Text handelt es sich um den zitierten Originaltext der Polizeidirektion Anklam, Mecklenburg-Vorpommern.]

Quelle:
Polizei.MVnet.de - Polizeidirektion Anklam, Mecklenburg-Vorpommern:
"Polizei nahm Tatverdächtige nach Körperverletzungen vorläufig fest "
http://www.polizei.mvnet.de/index.php?option=com_content&task=view&id=5270&Itemid=392
[Meldung vom: 22. Juli 2008, keine Uhrzeit-Angabe - Zugriff am: 22. Juli 2008, 20:45 Uhr]

19./20. Juli 2008: Auto mit rassistischer Parole beschädigt


In der Nacht vom 19. auf den 20. Juli haben unbekannte Täter auf das Auto eines deutsch-amerikanischen Ehepaares in Hargesheim (Rheinland-Pfalz) die rassistische Parole "Ni[...]er raus" auf die vordere und hintere Tür der Beifahrerseite geritzt. Das Ehepaar hat in diesem Jahre bereits zum dritten Mal einen Vorfall dieser Art erleben müssen: Im Februar war das Fahrzeug der Frau zerkratzt worden, im Mai hatten unbekannte Täter das Auto des Mannes mit einer Delle versehen.

Quellen:
AZ-Badkreuznach.de - Allgemeine Zeitung:
"Rassistische Parole auf Auto"
http://www.az-badkreuznach.de/region/objekt.php3?artikel_id=3363638
[Meldung vom: 22. Juli 2008, keine Uhrzeit-Angabe - Zugriff am: 22. Juli 2008, 20:36 Uhr]

AZ-Badkreuznach.de - Allgemeine Zeitung:
"'Kein Platz für Fremdenfeindlichkeit'"
http://www.az-badkreuznach.de/region/objekt.php3?artikel_id=3367946
[Meldung vom: 26. Juli 2008, keine Uhrzeit-Angabe - Zugriff am: 26. Juli 2008, 20:40 Uhr]

Montag, 21. Juli 2008

20. Juli 2008: Neonazis verletzen 13-jähriges Mädchen


Neonazis haben am 20. Juli ein Sommercamp der Jugendorganisation der Linken am Neuenhainer See bei Homberg (Efze) in Nordhessen überfallen und ein 13-jähriges Mädchen schwer und dessen 23 Jahre alten Bruder leicht verletzt. Die Geschwister schliefen in einem Zelt, als die Täter mit Klappspaten und Bierflaschen auf sie einschlugen. Die Polizei nahm nach der Tat sieben Männer fest. Gegen einen 19-jährigen Mann, der ideologisch der rechtsextremistischen Szene nahe steht, wurde Haftbefehl wegen versuchten Totschlags erlassen. Die sechs weiteren Männer wurden wieder auf freien Fuß gesetzt.

Zwischenzeitlich meldet die Frankfurter Rundschau, dass die Staatsanwaltschaft gegen den mutmaßlichen Haupttäter Anklage erlassen hat. Das Verfahren gegen den 19-Jährigen Kevin S. wird vor dem Jugendschöffengericht in Fritzlar geführt. Es wird davon ausgegangen, dass dem Angeklagten kein versuchter Mord oder Totschlag, sondern lediglich gefährliche Körperverletzung zur Last gelegt wird.

Die Frankfurter Rundschau meldet am 14. November, dass das Kasseler Landgericht das Verfahren übernommen hat und dem Angeklagten Mordversuch vorgeworfen wird.

Focus Online meldet im März 2009, dass der Haupttäter des Überfalls auf das Zeltlager trotz einer neuen Anklage vom Landgericht Kassel auf freien Fuß gesetzt wurde. Der Täter hatte Revision gegen die Verurteilung eingelegt und wurde aus diesem Grund Anfang März aus der Haft entlassen.

Quellen:
derStandard.at:
"Neonazis überfallen Jugendlager der Linkspartei in Hessen"
http://derstandard.at/?url=/?id=1216325291195
[Meldung vom: 21. Juli 2008, 16:23 Uhr - Zugriff am: 21. Juli 2008, 20:22 Uhr]

Spiegel.de:
"Mädchen bei Überfall von Neonazis schwer verletzt"
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,567176,00.html
[Meldung vom: 21. Juli 2008, keine Uhrzeit-Angabe - Zugriff am: 21. Juli 2008, 20:30 Uhr]

Jungewelt.de:
"Neonazis in Nordhessen etabliert"
http://www.jungewelt.de/2008/07-24/048.php
[Meldung vom: 24. Juli 2008, keine Uhrzeit-Angabe - Zugriff am: 24. Juli 2008, 19:59 Uhr]

FR-Online - Frankfurter Rundschau:
"Überfall auf Zeltlager. Neonazi wird vor Gericht gestellt"
http://www.fr-online.de/frankfurt_und_hessen/nachrichten/hessen/?em_cnt=1600658
[Meldung vom: 23. September 2008, 18:56 Uhr, letzte Änderung: 24. September 2008, 09:06 Uhr - Zugriff am: 24. September 2008, 20:11 Uhr]

FR-Online - Frankfurter Rundschau:
"Überfall auf Zeltlager. Neonazi unter Mordverdacht"
http://www.fr-online.de/frankfurt_und_hessen/nachrichten/hessen/?em_cnt=1630123
[Meldung vom: 14. November 2008, 19:16 Uhr, letzte Änderung: 15. November 2008, 12:13 Uhr - Zugriff am: 15. November 2008, 20:22 Uhr]

Focus.de:
"Täter trotz neuer Anklage auf freiem Fuß"
http://www.focus.de/panorama/vermischtes/neonazi-ueberfall-taeter-trotz-neuer-anklage-auf-freiem-fuss_aid_384087.html
[Meldung vom: 25. März 2009, 16:35 Uhr - Zugriff am: 25. März 2009, 20:10 Uhr]

19. Juli 2008: Antisemitisch motivierter Überfall in Gummersbach


Ein 17-jähriger Junge ist auf einer Geburtstagsfeier auf einem Sportplatz in Gummersbach-Rospe von vier rechtsradikalen Jugendlichen verprügelt worden, nachdem er von seinen jüdischen Wurzeln erzählt hatte. Die Täter traten das Opfer gegen Kopf und Nacken und beleidigten ihn mit dem Spruch "Du dreckige Judensau". Sie warfen den 17-Jährigen abschließend einen Abhang herunter, wo er gegen einen Baum prallte. Einer der mutmaßlichen Täter soll vor mehreren Jahren an einer Straftat mit rechtsextremistischen Hintergrund beteiligt gewesen sein. Beamte des Kölner Staatsschutzes haben die Ermittlungen in Gummersbach aufgenommen. Der Vater des Jungen wirft der Polizei fehlerhaftes Verhalten nach der Tat vor. Zwei 24 und 23 Jahre alte Brüder wurden im September 2009 für die Tat verurteilt. Sie müssen für drei Jahre und vier Monate bzw. zwei Jahre und vier Monate ins Gefängnis.

Quellen:
Oberberg-Aktuell.de:
"Antisemitischer Übergriff: Jugendlicher erheblich verletzt - Schwere Vorwürfe gegen Polizei"
http://www.oberberg-aktuell.de/show-article.php?iRubrikID=1&iArticleID=76545
[Meldung vom: 21. Juli 2008, 19:40 Uhr - Zugriff am: 21. Juli 2008, 20:05 Uhr]

ksta.de - Kölner Stadt-Anzeiger:
"Staatsschutz übernimmt Ermittlungen"
http://www.ksta.de/html/artikel/1214566335875.shtml
[Meldung vom: 23. Juli 2008, 11:57 Uhr, aktualisiert 23. Juli 2008, 11:58h - Zugriff am: 23. Juli 2008, 20:10 Uhr]

taz.de:
"Neonazis verprügeln jüdischen Jungen"
http://www.taz.de/1/politik/deutschland/artikel/1/neonazis-verpruegeln-juedischen-jungen/?type=98
[Meldung vom: 30. Juli 2008, keine Uhrzeit-Angabe - Zugriff am: 30. Juli 2008, 20:13 Uhr]

Rundschau-Online.de - Kölnische Rundschau:
"'Prügelattacke war rechtsradikal motiviert'"
http://www.rundschau-online.de/html/artikel/1246895322132.shtml
[Meldung vom: 15. September 2009, 07:09- Zugriff am: 15. September 2009, 20:10 Uhr]

18./19. Juli 2008: Gartenanlage in Ludwigslust mit Hakenkreuzen beschmiert


In der Nacht vom 18. auf den 19. Juli haben unbekannte Täter in der Gartenanlage "Am Stadion" (Ludwigslust) mehrere Gartenhäuser, Gartenmöbel, Bäume etc. mit 30 Hakenkreuzen in grauer Farbe beschmiert. Die Kriminalpolizei ermittelt wegen Einbruchdiebstahls und der Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen.

Quelle:
MVticker.de:
"Vandalismus und Hakenkreuze in Ludwigsluster Gartenanlage"
http://www.mvticker.de/mv/news_id2224_vandalismus_hakenkreuze_ludwigsluster_gartenanlage.html
[Meldung vom: 21. Juli 2008, 12:30 Uhr - Zugriff am: 21. Juli 2008, 20:01 Uhr]

Samstag, 19. Juli 2008

16./17. Juli 2008: Hakenkreuz-Schmierereien an Geschäften von Menschen mit Mitgrationshintergrund


Unbekannte Täter haben in der Nacht vom 16. auf den 17. Juli Türen und Fenster einer indischen Pizzeria, eines türkischen Imbisses und eines vietnamesisches Textilgeschäfts in Lübz (Landkreis Parchim) mit Hakenkreuzen und anderen Parolen beschmiert. Ein rassistischer Hintergrund der Tat kann nicht ausgeschlossen werden. Der Polizeiliche Staatsschutz hat wegen der Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen Ermittlungen augenommen.

Quelle:
MVregio.de - Nachrichten für Mecklenburg-Vorpommern:
"Hakenkreuzschmierereien in Lübzer Innenstadt"
http://www.mvregio.de/mvr/146014.html
[Meldung vom: 18. Juli 2008, 12:21 Uhr , zuletzt geändert am: 19. Juli 2008, 07:55 Uhr - Zugriff am: 19. Juli 2008, 20:20 Uhr]

Donnerstag, 17. Juli 2008

Juli 2008: Jüdischer Friedhof in Güstrow geschändet


Unbekannte Täter haben auf dem Jüdischen Friedhof in Güstrow acht Grabsteine mit Hakenkreuzen, SS-Runen und mit der Abkürzung "c 18", die für die Neonazi-Gruppierung "Combat 18" steht, beschmiert. Die Schmierereien wurden am 16. Juli 2008 entdeckt. Die Polizei ermittelt wegen des Verwendens verfassungsfeindlicher Symbole und gemeinschädlicher Sachbeschädigung. Außerdem ermittelt der polizeiliche Staatschutz der Kriminalpolizeiinspektion Rostock. Die Tat auf dem Jüdischen Friedhof steht offenbar in einem Zusammenhang zu Brandanschlägen, die kürzlich auf Imbisswagen in Güstrow verübt wurden.

Quellen:
MVticker.de:
"Jüdischer Friedhof Güstrow: Grabsteine mit SS-Runen besprüht"
http://www.mvticker.de/mv/news_id2188_juedischer_friedhof_guestrow_grabsteine_ss_runen_besprueht.html
[Meldung vom: 17. Juli 2008, 12:02 Uhr - Zugriff am: 17. Juli 2008, 20:43 Uhr]

Ostseezeitung.de:
"Jüdische Grabsteine mit Nazisymbolen beschmiert"
http://www.ostseezeitung.de/online-extras_zusatzinfo.phtml?Param=DB-Beitrag&ID=929311
[Meldung vom: 17. Juli 2008, keine Uhrzeit-Angabe - Zugriff am: 17. Juli 2008, 20:51 Uhr]